Nachsorge wird immer wichtiger! - Das Einsatznachsorgeteam (ENT)

Herzrasen, Schlaflosigkeit, Erinnerungslücken, Niedergeschlagenheit auch noch einige Zeit nach dem Einsatz? Solche und viele weitere Anzeichen können Symptome dafür sein, dass ein Einsatz nicht verarbeitet werden konnte. Der Bewältigungsmechanismus des Einzelnen reicht dann nicht mehr aus. Welche Ereignisse als besonders belastend empfunden werden, ist individuell sehr verschieden. Sicher ist jedoch: Hilfe wird benötigt, damit einer möglichen langfristigen psychischen Krankheit entgegen gewirkt wird!

 

Die Einsatznachsorgeteams (ENT) setzen sich aus erfahrenen, speziell geschulten THW-Einsatzkräften und psychosozialen Fachkräften des THW zusammen. In allen Landesverbänden gibt es diese Teams, um eine optimale Betreuung sicherzustellen. Denn, dem THW liegt die Gesundheit seiner Einsatzkräfte am Herzen. 
Die Einsatznachsorgeteams bieten Hilfe und Unterstützung an, um Situationen aus dem Einsatz zu verarbeiten. In Einzel- oder Gruppengesprächen werden belastende Erlebnisse aufgearbeitet. Direkt nach schweren Unfällen und Katastrophen stehen die Teams zur Verfügung, um die Einsatzkräfte aufzufangen.

Auch präventiv kann viel getan werden. Bereits das Wissen über mögliche normale psychische und physische Reaktionen nach belastenden Einsätzen führt dazu, dass die eigene psychische Widerstandskraft, die so genannte Resilienz, steigt. Die Arbeit der ENT besteht daher auch darin, Helferinnen und Helfer bereits im Vorfeld zu schulen.

 

In unserem Ortsverband ist Markus Lutz im Einsatznachsorgeteam des Länderverbandes Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland tätig.

 

 

[Quelle: www.thw-dortmund.de/einheiten-und-technik/einsatznachsorgeteams/]